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Thomas' Rede zum Sonntagskaffee

Zum 1. Mai hatten wir in Pommritz auf dem Ziegenhof zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Wir wollten uns und unsere Initiative zu dieser Gelegenheit vorstellen. Den Termin haben wir angesichts des Hexenbrennens allerdings schlecht gewählt ...

Weil so nur wenige tatsächlich zu Kaffee und Kuchen vorbeigekommen sind, veröffetnlichen wir die kleine Ansprache, die Thomas zu diesem Anlass vorbereitet hatte, hier:

Ich begrüße alle Anwesenden zu unserem Kaffee-Trinken. Leider sind viele der Einladung nicht gefolgt. Hier müssen wir schauen, was schief gelaufen ist ...


Vor ein paar Tagen erst durchfuhr mich starker Zweifel an unserer Initiative:

Ich hörte plötzlich die fiktiven Fragen vieler Bewohner unseres Dorfes, warum wir nicht einfach nur machen, wenn wir mehr Dorfgemeinschaft wollen.


Und irgendwie stimmt das ja. Aber wenn man sich die Leute der Initiative anschaut, erklärt sich manches: Ich zum Beispiel hab schlicht wenig Zeit, mein Unternehmen hält mich permanent in Trab. Der Norbert ist auch eher ein zurückhaltender Mensch, Maik wiederum hält sich wohlweislich ein wenig zurück und die beiden jungen Frauen sind eher selten vor Ort.


Alle vereint aber die Überzeugung, dass das Dorf große Potentiale hat. Für ein soziales Miteinander aber auch zur Bewältigung zukünftige Herausforderungen. Und während die jungen Frauen vielleicht gern in unser Dorf ziehen würden, aber der Meinung sind, in dem Dorf ist nicht viel los, motiviert bei uns Älteren eher die Angst selber in einem immer älter werdenden Dorf alt zu werden.


Ich persönlich hätte gern für meine nächsten Jahrzehnte hier ein kleines Dorfkino, weil ich gern mit mehreren Menschen gemeinsam Filme sehe. Aber auch einen schönen Ort, wo ich später ein gepflegtes Bierchen oder einen Kaffee trinken kann. Und was mich schon immer interessiert, sind die Geschichte des Ortes und die Geschichten der hier Lebenden.


Man könnte viel über die Bedeutung kleiner menschlicher Siedlungen für das Wohlergehen, die Überlebensfähigkeit, die Unabhängigkeit sprechen, aber im Moment geht’s erst mal um die Frage, ob es noch mehr Menschen in Pommritz gibt, die Lust haben zu den bestehenden Strukturen im Dorf noch mehr aufzubauen. Es geht also erst mal nur um ein Signal, zu sagen: mich könnt ihr fragen, wenn was ist. Weil sonst weiß man ja nicht, wer sich für welche Idee erwärmen könnte.


Konkret dachten wir an

  • Ortsgeschichte bei Kaffee und Kuchen (Dokumente zur Dorfgeschichte zusammentragen, vielleicht wird ein kleines Museum draus, eventuell die eigene Geschichte erzählen, warum man eigentlich hier wohnt und nicht woanders)

  • Dorfkino ab nächsten Winter (wenn's abends wieder eher dunkel ist) hier auf dem Ziegenhof (Vielleicht kann uns da noch jemand mit der Akustik unserer Anlage helfen?)

  • Ein „schwarzes Brett“ mit Biete / Suche. Oft stand ich vor dem Kauf eines bestimmten Werkzeugs vor der Frage, ob nicht jemand hier so ein Ding hat und mir leihen könnte.

Wer ansprechbar ist für eine solche Entwicklung kann sich ja auf der Webseite eintragen oder uns per Mail anschreiben; so kann man den ersten Kontakt wachsen lassen.


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